Donnerstag, 9. September 2010
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SVV = Selbstverletzendes Verhalten oder auch autoaggressives Verhalten


 svv selbstverletztendes verhalten Hierbei werden eine ganze Reihe von Verhaltensweisen beschrieben, bei denen sich absichtlich Wunden in Form von Schnitten oder ähnlichem an Armen oder Beinen, aber auch an anderen Körperteilen zugefügt werden.

Während junge Frauen ( speziell Opfer von sexuellem Missbrauch oder körperlicher Gewalt ) besonders anfällig für ein Selbstverletzendes Verhalten zu sein scheinen, neigen junge Männer eher zu autoaggressivem Verhalten, das sich darin zeigt, das er z.B. gegen einen Türrahmen boxt bis die Hand blutet, oder den Kopf gegen eine Wand schlägt.

Da jungen Frauen und Mädchen durch unterschiedliche und falsche Erziehung untersagt wird, ihre Aggressionen auszuleben, dürfen dies Jungen oder Männer. E werden Gründe und Auslöser für aufgestaute Probleme in sich selbst gesucht oder auf sich selbst übertragen.
Hat sich ein „Druck“ aufgebaut, führt dies anschließend zum autoaggressiven bzw. Selbstverletzenden Verhalten; von Betroffenen, oft als „ritzen“ beschrieben, um sich selber wieder zu „fühlen“.


Charakteristiken des SVV

  • - sie sind impulsiv und es mangelt an Impulskontrolle
  • - sind leicht reizbar und leiden oft unter Angstzuständen (chronisch), die sie versuchen zu unterdrücken
  • - hoher Grad an aggressiven Gefühlen die aber unterdrückt oder nach innen gelenkt werden
  • - besitzen kein Selbstvertrauen und können sich dadurch selbst nicht leiden
  • - reagieren empfindlich auf Ablehnung
  • - glauben nicht ihr Leben zu meistern und empfinden sich als machtlos
  • - sind depressiv und oft auch selbstmordgefährdet/selbstzerstörerisch
  • - Probleme werden vermieden und dazu neigen sie in den Tag hinein zu leben und nicht weiterzuplanen
  • - Unfähigkeit sich jemandem emotional anzuvertrauen oder sich auf jemanden verlassen zu können, daraus resultierend sich überall alleine fühlen



Der Betroffene bestraft sich in dem er sich und seinem Körper Wunden bzw. schmerzen zufügt:

  • Verbrühungen (auch Verbrennungen durch Zigaretten oder Bügeleisen)
  • Exzessives Nägelkauen
  • Wiederholendes Kopfschlagen bis zu Verletzungen kommt
  • Zu wenig Schlaf und ungesunde Ernährung
  • Exzessives Sport treiben
  • Oberflächliche Hautverletzungen bis mit Scherben o.ä. in die Haut ritzen


Es gibt Möglichkeiten die zwar keine Heilung des SVV versprechen, aber eine Art der Verschiebung, in den Situationen in denen es dem SVV`ler schlecht geht, in der sich der „Druck“ aufbaut und auszubrechen droht, überbrücken und sogar verhindern können.
Nachfolgend sind Methoden aufgelistet, die in belastenden Situationen helfen können einen gleichwertigen Ersatz zum Ritzen, Schneiden oder Cutten zu finden.
Was dem Betroffenen helfen kann, findet er mit der Zeit von selbst heraus.



Hilft es dir wenn:

  • - du versuchst dich zu entspannen (Ein heißes Bad nehmen, ein Buch lesen, Musik hören)?
  • - Du dir ein Gummiband um dein Handgelenk machst und es „zupfst“?
  • - Du dir mit Eiswürfeln über deine Haut fährst oder sie in deiner Faust festhältst?
  • - Du dir mit einem roten Filzschreiber(wasserlöslich) Striche auf deinen Arm malst?
  • - Du deine Aggressionen an deinem Kopfkissen auslässt? Wenn du drauf einschlägst und vielleicht sogar in es hinein brüllst?
  • - Du dir eine Sportart suchst, bei der du deinen inneren Stress abbauen kannst?
  • - Du einen Brief an die Person schreibst, die dich traurig, wütend oder verletzt hat?
  • - Du darüber nachdenkst: Warum mache ich das? Will ich das wirklich? Inwieweit hilft es mir? Welche Folgen wird das nach sich ziehen und kann und will ich mit diesen leben?


Quelle: Team Andersweltforum 06

 
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